Making Blues - 28. Oktober 2016
Jazz im Schloss - Swing in... | Newsletter Jazz-Club "Schloss Köngen" e. V.
Konzert-Ankündigungen und -Nachbetrachtungen, Informationen aus dem Verein und andere Jazz-Themen.
Internet: www.jazz-club-schlosskoengen.de
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Datum: 27.10.2016
Jahrgang: 3
Ausgabe: 19
Abonnenten: 166
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Liebe Jazzfreunde!

Unser Newsletter bietet allen Mitgliedern und Freunden des Jazzclubs wie auch allen anderen Jazz-Interessierten monatlich aktuelle Informationen zu unserem Konzertprogramm. Sie erhalten eine Vorschau auf das nächste Konzert und erfahren ob es noch Karten für diese Veranstaltung gibt. Sie können sich also auch noch kurzfristig entscheiden das Konzert zu besuchen.

Wurde über ein Konzert in der Presse berichtet, erfahren Sie es natürlich auch hier. Und wenn es etwas aus dem Vereinsleben zu berichten gibt, werden wir Sie auch darüber im Newsletter informieren.

Wir hoffen natürlich, dass Ihnen auch diese Ausgabe wieder gefällt und Sie Freude beim Lesen unseres Newsletters haben! Ihre Meinung dazu dürfen Sie uns gerne per E-Mail mitteilen.

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Mit jazzigen Grüßen
Ihr Team vom Jazz-Club "Schloss Köngen". e. V.

Unsere Themen heute:
    1.   Editorial
    2.   Bericht vom Konzert am 23.09.2016 - Budapest Ragtime Band
    3.   Making Blues
    4.   Konzerte bis Dezember 2016

1. Editorial
Es ist mal wieder soweit: mit dem vorliegenden Newsletter informieren wir Sie über das Konzert "Making Blues" am Freitag, 28.10.2016 und geben Ihnen einen Rückblick auf das letzte Konzert im September mit der Budapester Ragtime Band. Wer, wie ich, im September die Freude  hatte, Ignaz Netzer mit seinem Quartett bei tollem Sommerwetter "Open Air" im Dulkhäusle in Esslingen hören und erleben durfte, freut sich mit Sicherheit auf das Konzert am Freitag, zu dem es noch Restkarten gibt. Am Freitag wird Ignaz Netzer "nur" von Klaus „Mojo“ Kilian an der Bluesmundharmonika begleitet. Es wird also noch "bluesiger"!

Das war's heute auch schon in aller Kürze. 

Ihr Johannes C. Laxander

Für Kurzentschlossene: Karten für Making Blues per E-Mail reservieren...
 
2. Bericht vom Konzert am 23.09.2016 - Budapest Ragtime Band
Ragtime mit ungarischem Temprament
Die Budapest Ragtime Band bot im Köngener Schloss alles, was Oldtime-Jazz ausmacht
27.09.2016 | ROLF MARTIN | Nürtinger / Wendlinger Zeitung

Das Auftaktkonzert zur Herbst-Konzertsaison des Köngener Jazzclubs war ein voller Erfolg. Ein begeistertes Publikum konnte in der gut gefüllten Schlosskapelle die enorme Bandbreite des Orchesters aus Budapest genießen und fühlte sich dabei spürbar wohl.

Der Bassist und Bandleader Ferenc Gayer hat mit seinen meist jungen Profimusikern eine hervorragende Mannschaft um sich versammelt, die in der Lage war, seine technisch und rhythmisch anspruchsvollen Arrangements perfekt zu spielen. Die Blechbläser Sándor Csárics – Trompete – und Bálint Kiss – Posaune – wurden nicht wie in den meisten Jazzbands durch eine Klarinette oder ein Saxofon ergänzt, sondern durch eine Violine. Tibor Antal spielte seine Geige mit enormer Verve und zeigte sich als überragender Improvisator. In der swingenden Rhythmusgruppe spielte neben Ferenc Gayer am Kontrabass der präzise agierende Schlagzeuger Janos Weszely sowie der in allen Stilen sattelfeste Pianist Ferenc Stein. Eine echte Rarität aber ist die Verstärkung durch ein Xylofon, meisterhaft gespielt von Jósef Széki, der sowohl in der Melodie- als auch in der Rhythmusgruppe mitmischte und durch das Programm führte.

Der Bandname verpflichtet und so waren natürlich mehrere Rags im Programm, meist von Altmeister Scott Joplin, wie „Maple Leaf Rag“, „Original Rags“ sowie der aus dem Film „Der Clou“ bekannte „Entertainer“. Besonders bei den Rags mischten sich die präzisen Bläsersätze und das quirlige Xylofon auf reizvolle Weise. Neben Ragtime beherrschen die Musiker natürlich auch modernere Stile und die Leichtigkeit, mit der sie imstande waren, das Genre zu wechseln, war verblüffend. In wechselnden Besetzungen wurden federnd groovende klassische Swing-Standards wie „Lady be good“ oder „Bei mir bist du schön“ gespielt, gefolgt von typischen Dixieland-Gassenhauern wie „At the Darktown Strutters Ball“.

Die unbändige Spielfreude der BRB machte auch vor „ernster“ Musik nicht Halt. So wurde ebenso Rossinis Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ in neuem Gewand vorgestellt wie Khatchaturians „Säbeltanz“. Auch in Bizets „Carmen“ fanden sich jazzige Melodien, die verdächtig nach „Tiger Rag“ klangen. Besonders eindrucksvoll war ein Medley aus Franz Lehárs „Land des Lächelns“, interpretiert im Trio mit Klavier, Bass und Schlagzeug, bei dem die große Bandbreite und der Ideenreichtum des Pianisten Ferenc Stein voll zur Geltung kamen.

Außer mit ihren musikalischen Qualitäten begeisterten die sieben ungarischen Musiker die Köngener Jazzfans auch mit vielen humorvollen Show-Einlagen. Da liefen zu Duke Ellingtons „Caravan“ Beduinen über die Bühne und während der Stakkato-Läufe zu „Wilhelm Tell“ wurde der Xylofonspieler ein Opfer des Apfelschusses. Man konnte das Konzert also nicht nur mit den Ohren, sondern mit allen Sinnen genießen. Der kurzweilige Abend wurde schließlich stilvoll beendet mit der Zugabe „Bohemia Rag“ von Joseph Lamb.

Bilder vom Konzert...
 
3. Making Blues
Ignaz Netzer ist der lebende Beweis für das, was Musikwissenschaftler schon längst vermuteten: Der Blues kommt aus dem Schwabenland!! So urteilte jüngst die „Heilbronner Stimme“, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis wegen ihm Mississippi-Raddampfer auf dem Neckar gesichtet werden. Und der „Saaner Anzeiger“ aus der Schweiz urteilte: „Der weißeste Schwarze von ganz Deutschland.“

Sehr publikumsnah und augenzwinkernd humorvoll vermittelt Ignaz Netzer Einblicke in die faszinierende Welt schwarzer Musik.

An der Bluesmundharmonika, Gitarre und auch mit Gesang wird Ignaz Netzer an diesem Abend von dem Frankfurter Ausnahmekönner Klaus „Mojo“ Kilian begleitet.
Kartenreservierung und weitere Informationen zum Konzert
 
4. Konzerte bis Dezember 2016

Das aktuelle Konzertprogramm in der Übersicht
 


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