Das Saxophon

Von ROLF MARTIN

Das Saxophon (eingedeutscht Saxofon) wurde um 1840 von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax erfunden und 1846 in Frankreich patentiert. Seine Pariser Werkstatt wurde mitsamt den Patentrechten 1929 von Henri Selmer übernommen. Selmer Saxophone, besonders das Mark VI, errangen einen hervorragenden Ruf und wurden zu gefragten Instrumenten.

Das Saxophon wird wie die Klarinette mit einem einfachen Rohrblatt angeblasen und zählt wie sie zu den Holzblasinstrumenten. Die konische verlaufende metallische Schallröhre dagegen ist der Oboe nachempfunden. Daher überbläst das Saxophon wie die Oboe in die Oktave und nicht wie die Klarinette in die Duodezime. Der etwas näselnde Ton der Oboe und der eher glatte Ton der Klarinette verschmolzen im Saxophon zu einem charakteristischen sonoren und sehr variablen Klang. 

Adolphe Sax konzipierte ursprünglich 14 Instrumente, von denen heute praktisch noch sechs gebaut werden, vom Sopranino bis zum Basssaxophon. Am häufigsten wird das Altsaxophon (as, in Es) und das Tenorsaxophon (ts, in B) gespielt. Weniger verbreitet ist das Sopransaxophon (ss, in B) und das Baritonsaxophon (bs, in Es). 

Im Jazz finden wir das Saxophon vereinzelt ab 1920. Richtig populär wurde das Instrument im Swing ab etwa 1930 und besonders in den Big Bands, die üblicherweise mit vier oder fünf Saxophonen bestückt sind. Berühmte Interpreten im Jazz waren: 


Noch mehr Wissen rund um das Saxophon

Wie wird ein Saxophon hergestellt? Es werden die einzelnen Schritte bei der Herstellung des Saxophons erklärt: Wie die Tonlöcher gezogen werden, wie die Klappenmechaniken angebracht werden, wie der Schallbecher und der Korpus verlötet werden und wie das Saxophon poliert und lackiert wird.