Konzertbericht

Hello Dolly... - Musikalische Hommage an Louis Armstrong

Mit Ihrer Performance ehren die Armstrong's Ambassadors die Jazzlegende in einer mitreißenden Vorstellung.

Armstrong's Ambassadors, Jazz-Club Köngen, 24.11.2023
Die Armstrong's Ambassadors in der Köngener Schlosskapelle - Foto: Gerd Kenner

Wieder ist es dem Jazz-Club Schloss Köngen gelungen eine Band der Spitzenklasse auf die Bühne zu bringen.

Die Armstrong's Ambassadors bestehen mit dieser einmaligen Besetzung aus einigen der besten traditionellen Jazzmusikern Europas. Die sechs hochkarätigen Musiker bewegen sich jeder einzeln auf internationalen Jazzbühnen. Zusammen präsentierten sie ein perfektes Zusammenspiel.

Das Publikum wurde am Freitagabend, in der bis zum letzten Platz belegten Schlosskapelle, abgeholt in die Welt der Jazzlegende Louis Armstrong (1901-1971). Er gilt bis heute durch sein virtuoses Spiel und seine unverwechselbare Stimme als populärster Jazzmusiker aller Zeiten. Bereits ab den 20er Jahren beeinflusste er traditionelle Jazzstile und prägte sie über fünf Jahrzehnte. Zusammen mit seiner Band den All Stars erlangten sie Weltruhm mit eigenem Jazzrepertoire und unzähligen Songs aus der Film- und Bühnenwelt.

Die mitreißenden Songs der All Stars wurden von den Armstrong's Ambassadors gelungen interpretiert. Gekonnt präsentierten sie den Stil dieser Band, ohne zu kopieren.

Simon Holliday führte charmant mit seinem britischen Humor das Publikum durch den Abend. Ein begnadeter Jazzpianist, der perfekt die Töne perlend in den Raum trug. Stimmgewaltig interpretierte er, wie in „Jeepers Creepers“ oder „Ain't Misbehaving“ Armstrongs berühmte rauchig jazzige Stimme. Seine Soli bei „Hello Dolly“ oder „Mack The Knife“ erzeugten Gänsehautmomente beim Publikum.

Bei „La vie en rose“ und „C'est si bon“ zeigte Colin Dawson, dass er nicht nur mit seiner Trompete, sondern auch mit wunderbar ausdrucksstarker Stimme das Publikum zum Dahinschmelzen bringen konnte.

Starke, eigenwillige, geheimnisvolle und manchmal modern anmutende Klänge entlockte Sebastien Girardot aus seinem Kontrabass. In einem langen Solo bei „Royal Garden Blues“ präsentierte er seine musikalische Vielfältigkeit.

Achim Bohlender spielte virtuos auf der Klarinette. Er zauberte lyrische und ausdrucksstarke Klänge aus seinem Instrument. Bei seinem Solo in „Dardanella“ swingten die einzelnen Töne romantisch durch den Raum.

Brillante Posaune und samtige Stimme, John Service lässt den Jazz leben. Seine Soli in „It's Been a Long, Long Time“ und „Stars Fell on Alabama“ spiegelten seine vielfältige Virtuosität wider.

Bernard Flegar trug rhythmisch am Schlagzeug das passende swingende Gerüst. Bei seinen Soli in „Muskrat Ramble“, „Struttin' With Some Barbecue“ und „High Society“ sprengte er alle Fesseln und erntete großen Applaus.

Simon Holliday erzählte von Louis Armstrong, welcher stets darauf achtete, dass seine Bandmitglieder nicht nur musikalisch, sondern ebenso menschlich zusammenpassten. So ist es auch bei den Armstrong's Ambassadors. Ein spektakuläres Konzert durch ein harmonisches und perfektes Zusammenspiel, das mit drei Zugaben und dem tosenden Beifall des großartigen Publikums endet – „What a Wonderful World“!

Diesen Konzertbericht präsentieren wir Ihnen hier mit freundlicher Genehmigung von

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