NECKARTOWN JAZZBAND - 27. September 2019
Jazz im Schloss - Swing in... | Newsletter Jazz-Club "Schloss Köngen" e. V.
Konzert-Ankündigungen und -Nachbetrachtungen, Informationen aus dem Verein und andere Jazz-Themen. Internet: www.jazz-club-schlosskoengen.de
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Datum: 16.09.2019
Jahrgang: 6
Ausgabe: 53
Abonnenten: 389
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Liebe Jazzfreunde!
Unser Newsletter bietet allen Mitgliedern und Freunden des Jazzclubs wie auch allen anderen Jazz-Interessierten monatlich aktuelle Informationen zu unserem Konzertprogramm. Sie erhalten eine Vorschau auf das nächste Konzert und erfahren ob es noch Karten für diese Veranstaltung gibt. Sie können sich also auch noch kurzfristig entscheiden das Konzert zu besuchen.

Wurde über ein Konzert in der Presse berichtet, erfahren Sie es natürlich auch hier. Und wenn es etwas aus dem Vereinsleben zu berichten gibt, werden wir Sie auch darüber im Newsletter informieren.

Wir hoffen natürlich, dass Ihnen auch diese Ausgabe wieder gefällt und Sie Freude beim Lesen unseres Newsletters haben! Ihre Meinung dazu dürfen Sie uns gerne per E-Mail mitteilen.

Über eine Weiterempfehlung freuen wir uns ganz besonders: leiten Sie diesen Newsletter über Ihr E-Mail-Programm einfach gleich an Ihre Freunde und Bekannten weiter. Den Link zur Newsletter-Anmeldung finden Sie im Impressum am Ende des Newsletters. Danke.

Mit jazzigen Grüßen
Ihr Team vom Jazz-Club "Schloss Köngen" e. V.

Unsere Themen heute:
    1.   Editorial
    2.   Freitag, 27.09.2019 - NECKARTOWN JAZZBAND
    3.   Bericht vom letzten Konzert - Rhythmus Syndikat, 26.07.2019
    4.   Unsere Konzerte bis Dezember 2019

1. Editorial
Der Sommer ist fast schon vorbei und damit startet nach der Sommerpause auch wieder das Konzertprogramm des Jazzclubs. Am Freitag, 27. September kommt die Tübinger NECKATOWN JAZZZBAND in das Köngener Schloss. Mehr dazu lesen Sie hier in unserem heutigen Newsletter.

Im letzten Newsletter hatte ich versprochen, dass Sie auch während der Sommerpause über diesen Newsletter mit Informationen zum Thema Jazz versorgt werden. Ein Versprechen, das ich aus zeitlichen Gründen leider nicht einhalten konnte. Dafür bitte ich um Nachsicht.

Trotzdem waren Vorstand und Ausschuss des Jazzclubs in der Sommerpause nicht untätig. Es gibt viele Themen über die wir gesprochen haben und die die Situation und Entwicklung des Jazzclubs betreffen. Insgesamt betrachtet sind wir gut aufgestellt, sind in einer tollen Location beheimatet und haben ein gutes Ansehen in der Szene und im regionalen Umfeld. Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen, sondern uns weiterentwickeln - und das auf allen Ebenen. Die Ersten, die wir über unsere Absichten zu gegebener Zeit informieren werden, sind natürlich unsere Mitglieder, die das Rückgrat dieses Jazzclubs bilden.

Möchten auch Sie zum Rückgrat dieses Vereins gehören und den kulturellen Zweck mit unterstützen, und vielleicht auch aktiv mitwirken? Über den folgenden Link erfahren Sie, wie Sie Mitglied im Jazzclub "Schloss Köngen" e.V. werden können.

Haben Sie Fragen dazu? Gerne dürfen Sie mich kontaktieren, oder sprechen Sie mich und andere Aktive im JCSK-Team bei den Konzerten an - wir sind an unseren Namensschildern zu erkennen. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied!

Viel Spaß beim Lesen dieser Newsletter-Ausgabe
und gute Unterhaltung bei unseren Konzerten
wünscht Ihnen
Ihr Johannes C. Laxander

Swing in mach mit - Mitglied im JCSK werden
 
2. Freitag, 27.09.2019 - NECKARTOWN JAZZBAND
Tübingens älteste und mittlerweile einzige Dixieland Jazzband, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, ist nach 4 Jahren wieder einmal bei uns zu Gast. 50 Jahre sind im gesellschaftlichen Kontext eine ganze Generation und in unserer schnelllebigen Zeit ein großer Erfolg. Eine zeitgeschichtliche Einordnung macht dies deutlich: das Jahr 1969 ging mit der Mondlandung in die Geschichte ein, musikalisch machte das legendäre Woodstock-Festival von sich Reden, und in Deutschland strahlte das ZDF zum ersten mal seine Hitparade aus. Im gleichen Jahr formierte sich in Tübingen auch die NECKARTOWN JAZZBAND.

Mit New Orleans Jazz, Dixieland und Swing will die Band den alten Jazz am Leben erhalten. Was in den Gründerjahren eher als eine Art Subkultur galt, ist nach ihrer festen Überzeugung mittlerweile ein schützenswertes und zu erhaltendes Kulturgut, dem auch der Jazzclub Rechnung trägt. Das vielseitige Repertoire reicht vom Spiritual über Kompositionen von King Oliver, Louis Armstrong, Kid Ory bis hin zu Duke Ellington, Irvin Berlin, Cole Porter und George Gershwin. In dieser Musik steckt ein Lebensgefühl, das mitreißt.

Kartenreservierung, Hörbeispiele und weitere Informationen zum Konzert
 
3. Bericht vom letzten Konzert - Rhythmus Syndikat, 26.07.2019
Karibische Sommernachtsträume
Die Band Rhythmus Syndikat legte einen Teppich voller Emotionen in der Köngener Schlosskapelle

30. Juli 2019 | Albrecht Nissler | Nürtinger- / Wendlinger Zeitung | Foto: Horst Stange

Selten standen bei einem Konzert im Jazz-Club Köngen das Wetter und die dargebotene Musik in einem derart harmonischen Einklang. Draußen tropische Temperaturen, drinnen im voll besetzten Saal afrokubanische Rhythmen. Das Publikum konnte sich diesem heißen Mix nicht entziehen und tauchte an diesem Sommerabend tief in die musikalische Welt des Latin Jazz ein.

Dafür verantwortlich das „Rhythmus Syndikat“, eine fünfköpfige Band, die es meisterlich verstand ohne große Vorlaufzeit die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und mit ihrem Motto „Latin Fantasy“ die schönsten „Crossover Hits“ aus klassischem Jazz und karibischen Rhythmen zum Besten gab. Sommernachtsträume, die elektrisierend wirkten und wie sie schöner nicht hätten ausfallen können.

Im wundervollen Titel „Claudia“ kreierten die Musiker gekonnt eine romantische, fast bluesartige Atmosphäre, dezent an den Becken oder durch gelegentliche „Rimshots“ an der Snare untermalt. Perlende Pianoläufe, hell klingende und schnelle Tonfolgen am Vibrafon setzten einen Kontrapunkt. Der Schluss dann vibratohaft ausklingend. Gänsehaut pur. Wer einfach glaubte, allseits beliebte Titel würden im bekannten Gewand präsentiert, sah sich getäuscht. Der „All Blues“ von Miles Davis erfuhr eine völlig neue Ausrichtung und Interpretation und man musste schon genau zuhören, um das Ablaufschema in den Aktionen des Bassisten zu erkennen. Geschickt wechselte dieser zwischen sauber phrasierten Passagen und eleganten Bassläufen hin und her. Sternstunde der Improvisationskunst.

Man merkte sehr schnell, wer in der Band die Fäden in der Hand hielt. Dizzy Krisch, von Roberto Santamaria immer wieder als „Mein Kommandant“ bezeichnet, offenbarte am Vibrafon ein Feuerwerk der Spielkunst und Brillanz. In der Tradition eines Lionel Hampton oder Cal Tjader ließ er zwei oder gar drei Schlägel über die Metallplatten tanzen und erfüllte die Schlosskapelle mit glasklaren, geschliffenen und prickelnden Klangteppichen. Chromatisches, akkordisches und oktavisches Spiel gehörten ebenso zu seinem Repertoire wie blitzartige Wechsel von Triolen auf Sechzehntelketten. Er legte eine Sternstunde in der Improvisationskunst hin.

Zwischendurch gab’s Informationen zur Entstehung des Latin Jazz
Der aus Kuba stammende Roberto Santamaria an den Congas und Bongos bearbeitete diese Schlaginstrumente genial und mit Leidenschaft. Flink fegten seine Hände und Finger über deren Oberfläche und ergänzten das vom Schlagzeuger gelegte Grundmetrum auf eigene Weise. Zusätzliche Perkussionsinstrumente wie Schellenring, „Cow Bell“, Klanghölzer oder Maracas sorgten für eine ergänzende Bereicherung. In seiner gefälligen Moderation streute er immer wieder historische Informationen über den Latin Jazz ein. Nur allzu schade, dass aufgrund seines Feuereifers und seiner Emotionen nicht alles beim Publikum ankam.

Anselm Krisch wandelt schon heute auf den Spuren seines Vaters. Als begnadeter Pianist, als Improvisateur und als Komponist von „Happy“ setzte er Akzente. Besonders hervorzuheben seine kaskadenartigen Läufe in der rechten Hand, prägnant und klar angeschlagen. Die beiden Rhythmiker Carlos Lorenzo am fünfsaitigen Bass und Wieland Braunschweiger am Schlagzeug sorgten für eine solide Basis innerhalb des Quintetts. In manchen Titeln wie „Little Sunflower“ spielte Carlos fast ostinatohaft dasselbe Grundmuster. In anderen bewegte er sich routiniert innerhalb größerer Klangräume. Auffällig das etwas prägnantere Spiel in tieferen Tonlagen. Bei Wieland Braunschweiger gefiel der wohlüberlegte Einsatz der Becken, Toms und Trommeln, seine Begleitung war nie überladen.

Nach der Zugabe „What A Wonderful World“ und kräftiger Unterstützung der Band wurde das Publikum in die mittlerweile abgekühlte Nacht entlassen. Latin Jazz – ein erfolgreich durchgeführtes Experiment.

Bilder vom Konzert
 
4. Unsere Konzerte bis Dezember 2019
Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Keine Platzreservierung. Eintrittspreise: 18,00 €, Mitglieder: 15,00 €.

Kartenverkauf
über die Verkaufsstellen in Köngen und Wendlingen. Karten vorbestellen (reservieren) können Sie über den Button beim jeweiligen Konzert oder per E-Mail an karten@jazzclub-koengen.de.

Aktuelles Programm: alle Konzerte bis Dezember 2019
 


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